Ich dreh mich

Schorschi nach Feierabend unterwegs nach Hause. 80 Kilometer noch und das Bierchen naht. Ach nein ich vergaß, gestern hatte sich mein geliebter Drehsessel für alle Zeiten verabschiedet und mich gnadenlos vom Sitz gekippt. Seine letzten Worte könnten auch Sperrmüll geheißen haben, ach wie schade.

Und da sehe ich auf meinem Weg ein Möbelhaus. Nicht lange nachgedacht, zwar 80 Kilometer weit weg, aber angehalten, Büroabteilung gestürmt und Drehstuhl gekauft. Beim Verladen in´s Auto erfreute mich die Leichtigkeit des Kartons. Vor Ort schaust ja nicht nach ob alles drinnen ist. Davon geht man ja nun mal aus. Gekostet hat es ja schließlich genug, aber das spielt ja in dem Fall keine Rolle.

Zu Hause angekommen machte ich mich sofort an die Arbeit. Katerchen ist immer schon am murren, weil ich seit gestern nun seinen geliebten Schlaf- und Ruhesessel mit benutze. Das mag er überhaupt nicht. Ich dachte wir wären Freunde, aber da kommt der wahre Charakter durch. Mein liebes Katerchen, ich werde Dich daran erinnern, wenn Du wieder etwas zu Fressen haben möchtest.

Also, ran an den Karton, ausgepackt und siehe da, dass große Drama lies nicht lange auf sich warten, dass fünfgliedrige Fußteil fehlte. Rollen waren da, aber das Fußteil.

Ach nö, dass heißt also nun bis Samstag warten und dann wieder jede Strecke 80 Kilometer fahren um das Teil umzutauschen, da ich in dieser Woche da nicht mehr hinkomme. Ich hätte es doch besser wissen müssen.

Ich dreh mich

Katerchen da staunst Du, ja ich bin noch die ganze Woche Dein Sessel Mitbenutzer? Ich kann Dir Deine unbändige Freude schon ansehen.

Und die Moral von der Geschicht: Möbel kauft man in der Nähe und nicht ewig weit weg in einem Möbelhaus das es hier vor Ort nicht gibt. Mecker, Mecker, Mecker…

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