Der Umtausch

Vielleicht erinnert sich noch der oder die eine daran? Anfang letzter Woche hatte ich mir einen Drehstuhl gekauft, der sich zu Hause ausgepackt, als Drehstuhl ohne beinhaltetes Drehfußelement zeigte. Was für ein Ärgernis, hatte ich doch den Stuhl zufällig und nach der Arbeit 80 Kilometer weit weg von heimischen Gefilden gekauft. Am letzten Sonnabend zog ich nun mit meiner Liebsten los um diesen Stuhl mit dem fehlenden Teil zu ergänzen oder umzutauschen. Was war mir egal, hauptsache wieder eine ordentliche und passende Sitzgelegenheit.

Möbelhaus betreten, Anliegen an den Verkäufer übermittelt um dann zu hören, dass dieses der letzte Drehstuhl der Serie war und er das fehlende Teil bedaure aber so etwas fehle wohl dann schon vom Lieferanten her. Ok, ich schaute mich um, aber die Drehstühle die noch zum Verkauf standen, konnten mich nicht wirklich begeistern, da bin ich dann schon wählerisch und echt traurig, dass ich dieses schöne Stück wieder aus der Hand geben muss, aber als sitzender Erdnuckel ohne Drehfüße wollte ich dann doch nicht enden. Da würde zu Hause mein Kater im Sessel über mir nur noch lächelnd auf mich herabsehen, dass geht nun wirklich nicht.

Ich wieder zum Verkäufer um den Stuhl nun zurückzugeben.

Er: “Ja das machen wir, Sie bekommen einen Gutschein über den Warenwert”.

Ich: “Bitte”? Einen Gutschein, was soll ich mit einem Gutschein wenn ich in den nächsten 20 Jahren ehe nicht mehr hierher komme? Das ging nicht. Ohne weiter zu diskutieren, (der Verkäufer kann ja auch nichts für seine Vorgaben) lies ich mich zur Chefin bringen. Die kam mir gleich mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Bla und Bla und Bla. Ich verharrte auf meinem Standpunkt und wollte mein Geld, nix Gutschein, ich wollte Kohle, Zaster, nichts anderes. Wir diskutierten sicherlich an die 10 Minuten und da auch diese Chefin einen Chef hat, wollte ich mich dorthin telefonisch verbinden lassen. Das wollte sie aber nicht und als sich ein junges Pärchen in unsere Nähe auf eine Couch setzte um diese eventuell zu kaufen und wir immer lauter wurden, lenkte sie dann widerwillig ein. Stuhl abgegeben, Kohle kassiert und raus, ein Schimmel lässt sich nicht auf den Arm nehmen. Den passenden Stuhl habe ich mir dann doch lieber hier in der Nähe gekauft, ein Super Teil, hätte ich das nur vorher gewusst. Aber egal, auch dieser Einkauf war mal wieder eine Erfahrung wert.

Der Umtausch

Den Namen des Möbelhauses sollte ich laut Chefin des Hauses nie und nimmer erwähnen und mich dort wahrscheinlich auch nie mehr blicken lassen. Das ist mir ja so schnurzegal, ich muss da ehe nie wieder hin. Und zum Namen sag ich mal. Eine markante bekannte Blondine wirbt für dieses Möbelhaus.

Also meine Lieben, die Ihr diese Zeilen bis zu Ende gelesen habt. Lasst Euch beim Einkauf nie verarschen und bleibt am Ball. Seht zu, dass Ihr zu Eurem Recht kommt, ansonsten verliert Ihr auf ganzer Ebene, dass muss doch nicht sein. Es geht hier um Bares, deshalb immer, wirklich immer Kassenzettel kontrollieren und zeigen wer König Kunde ist. Es gibt viele gute Geschäfte und Menschen die etwas von ihrem Job verstehen und im Sinne des Kunden handeln, aber das es auch viel gegenteiliges in dieser Branche gibt, dass weiß jeder von uns und kann wohl selbst ganze Buchbände damit füllen.

Lesetipp
Reklamation, die zweite